»Die Erdzerstörer« – Ein Grund mehr, heute aktiv zu werden.

Zusammenfassung:


Am Vorabend des 1. Mai lief um 20:15 bei Arte eine Dokumentation von 2019: »Die Erdzerstörer« (falls ihr sie verpasst habt, findet ihr Sie auch in der Mediathek von Arte oder auf YouTube). In dieser Doku wurde sehr bildhaft und sehr eingängig beschrieben und gezeigt, was wir als Menschheit in den vergangenen > 2 Jahrhunderten seit dem Beginn der Aufklärung unserem Planeten Erde und damit auch uns als Erdbewohnern angetan haben. In der Doku wird auch an vielen Beispielen (Automobilindustrie, Ölindustrie, Waffenindustrie usw.) gezeigt, wie immer wieder Kampagnen gegen das Interesse der Mehrheit der Menschen geführt werden, um ein für den Konsum der jeweiligen Produkte gewogenes Klima zu schaffen oder um unliebsame Konkurrenten aus den Weg zu räumen.


(Anmerkung: Dieser Post wurde vom Autor ursprünglich am 1. Mai 2019 auf https://www.aufstehen-le.de/2019/05/die-erdzerstorer-ein-grund-mehr-heute.html veröffentlicht.)

»Mit der Erfindung der Dampfmaschine fing es an. Mit revolutionärer Rasanz machte sich der Mensch die Erde Untertan. Eine Erfindung jagte die nächste, eine Technologie toppte die andere. Für mehr Komfort. Mehr Konsum. Mehr Wohlstand. Und die Erde? Wie lange hält sie den Menschen noch aus? Kompromissloser Blick auf die vergangenen 200 Jahre des Industriekapitalismus.« (Quelle: https://www.arte.tv/de/videos/073938-000-A/die-erdzerstoerer/).


Was zeigt uns diese Dokumentation?

In erster Linie – neben der Zerstörung unserer Lebensgrundlage – ziegt dieser Film, wie lange und wie intensiv einige wenige Menschen viele andere Menschen und jegliches andere Leben ausgebeutet haben und mißbraucht haben für ihre Zwecke, die niemals edel waren.

Weiterhin und an vielen Beispielen zeigt der Film, wie die Menschenmassen immer wieder verführt und manipuliert werden, um Konzerninteressen durchzusetzen, die ebenfalls niemals edel waren:

  • Es gab eine groß angelegte Kampagne, um die elektrischen Straßenbahnen im Westen der USA im frühen 20. Jahrhundert (damals hatte mein ein sehr dichtes Netz für dieses Massenfortbewegungsmittel) gegen Benzin-Motoren betriebene Busse und Automobile zu ersetzen. Damit begann der Siegeszug des Automobils als Individual-Verkehrsmittel gegen ein öffentliches Nahverkehrsnetz und die Ablösung des elektrischen Motors durch Verbrennungsmotoren im großen Stile.
  • Mit der Operation »Plowshare« (Pflugschar) sollte in den USA ein Klima geschaffen werden, dass der Nutzung der nuklearen Energie für zivile und militärische Zwecke gewogen war.
  • Die Umstellung der Industrie nach dem zweiten Weltkrieg von Kriegs- auf Friedensmodus erforderte die Notwendigkeit des Massenkonsums, um diese Maschinerie weiterhin am Laufen zu halten. Während des zweiten Weltkrieg wurde die Produktivität und Energieintensivität in allen möglichen Gebieten der industriellen Produktion unglaublich erhöht. Die Profite daraus sollten auch weiterhin für die wenigen Konzerne und daran beteiligte »Shareholder« (Anteilseigner, also Teilhaber) fließen.
  • Der Krieg selbst war (und ist noch immer!) ein höchst rentables Unternehmen für die Hochfinanz- und die Rüstungsindustrie sowie weiterer – mit der Krigsproduktion und -Versorgung verbundener – Industrien. Wir müssen endlich die Augen öffnen: Krieg ist nur für die Betroffenen (und die Menschheit an sich) etwas Schreckliches, für einige wenige ist es in erster Linie (oder sogar ausschließlich!) ein hochrentables Unternehmen. Durch den Krieg haben Großbanken, Öl- und Chemische Industrie, Rüstungsunternehmen uvm. unglaubliche Reichtümer angehäuft, die anderswo zu nicht nachvollziehbarem Leid geführt haben und Vermögen in Großenordnungen umverteilt wurden, den man sich gar nicht vorstellen kann.

Geht in euch – wacht auf!

Wer heute (am 1. Mai) nicht auf die Straße geht, um sich den Protestkundgebungen der Gewerkschaften anzuschließen, sondern den 1. Mai vielmehr als einen wohlverdienten zusätzlichen Feiertag ansieht, dem möchte ich empfehlen, sich diese Doku einmal anzusehen und seine/ihre eigenen Reaktionen (besonders die des Herzens) zu prüfen und wahrzunehmen.

Wir alle haben in den vergangenen Jahrhunderten zugelassen, dass eine sehr kleine aber sehr mächtige gesellschaftliche Schicht weltweit (aber besonders bei uns hier im »globalen Norden« bzw. in der »westlichen Welt«) dafür sorgen konnte, dass wir alle eingebunden waren in die Zerstörung unseres einzigen Planeten. Eines Lebensraumes, der Milliarden Jahre benötigt hat, um so zu sein, wie wir ihn (zum Teil nur noch aus Geschichtsbüchern und von alten Fotos) heute kennen. Wir alle helfen noch heute täglich mit, ihn weiter zu zerstören – und uns selbst: Uns als Individuen aber auch uns als solidarische Gesellschaft. Und mit »uns« meine ich nicht, uns Deutsche, uns Europäer, sondern uns als Menschheit, uns alle!

Wieviel mehr Warnsignale brauchen wir noch, bis wir aus diesem Alptraum, dieser gesellschaftlichen Apathie aufwachen? Wir wissen doch bereits alles! Wir wissen, was wir tun und welche Folgen unser Tun hat, nur verdrängen wir sie immer wieder, weil wir das gar nicht wahrhaben wollen oder ertragen können. Aus diesem Modus des Verdrängens müssen wir ganz dringend aufwachen, sonst gibt es bald kein »morgen« mehr.

Werdet aktiv, steht auf!

  • Also geht heute (am 1. Mai 2019) und in Zukunft auf die Straße!
  • Unterstützt Bewegungen wie Aufstehen, Fridays4Future, Parents4Future, Scientists4Future, Artists4Future und andere gesellschaftlich aktive Gruppen (siehe auch auf aufstehen-LE.de unter Vernetzung die Liste der Initiativen, gerne nehmen wir dort auch noch weitere auf)!
  • Lernt die Menschen, denen ihr täglich begegnet, wieder kennen – persönlich und nicht über die Filter der digitalen Medien!
  • Macht euch mit der Natur (und damit jedem anderen Leben) um euch vertraut und bewusst, wie notwendig sie für uns ist und wie sehr wir ihr zunehmend schaden!
  • Wacht auf und lasst nicht länger zu, als Teil dieser Zerstörung mißbraucht zu werden und damit gegen eure eigenen Interessen zu handeln!

Quellen:


Weitere Empfehlungen und Beispiele:


Geschrieben von: Alexander Gottlebe.


Veröffentlicht in *top, Kritik, Umwelt, Wirtschaft | 01. May 2019 (letztes Update: 14. May 2019)


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